Peter PortmannAcht Jahre ist es her, seit Peter Portmann sein letztes Solostück «Adamsapfel» bei uns zur Uraufführung brachte. Was mich damals besonders faszinierte, war die Aufrichtigkeit, mit der er dem Publikum Einblick in die männliche Befindlichkeit gewährte. Er zeichnete ein Bild von der Verletzbarkeit des auf Unverwundbarkeit trainierten Mannes, das weniger auf Beobachtung als auf Erfahrung beruhte. Seither wartete ich sehnsüchtig auf ein neues Stück von ihm. Nun ist es soweit. Nicht zuletzt dank dem 2001 erschienen Kriminal-Roman «Wie die Tiere» des 1960 geboren Krimi-Autors Wolf Haas, packte ihn neben seiner Arbeit als Regisseur die Lust wieder selber auf der Bühne zu stehen. Dies ist verständlich. Denn mit dem Privatdetektiv Simon Brenner hat Wolf Haas den unkonventionellsten Ermittler seit Kottan geschaffen. Und dies in einer Sprache, die so wunderbar komisch, so unerreicht schräg, so hintergründig böse ist, wie sie derzeit kein zweiter deutschsprachiger Krimi-Autor schreibt. Was fehlte, war bisher eine Bühnen-Adaption. Hier ist sie. Auf die Übertragung der 17 Romanfiguren auf die Bühne bin nicht nur ich neugierig. 

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