«DIE EINBRENN DES LEBENS»

Kabarett-Solo von und mit MARTIN PUNTIGAM – Wien
Eine sarkastische Polit-Satire – Basler-Premiere
Do 20. / Fr 21. / Sa 22. sowie Do 27. / Fr 28. / Sa 29. Oktober 2005
jeweils 20.30 Uhr

«Ein Theatermonolog, der sich auf der Kabarettbühne versteckt, aber vieles schlägt, was sich auf zeitgenössischen Bühnen gesellschaftskritisch gibt. Ein Stück, das sich in seiner Radikalität bravourös dem Massengeschmack entgegenstellt», schrieb die Süddeutsche Zeitung über Martin Puntigams Programm. Und wirklich. Das, was Puntigam auf die Bühne bringt, bewegt sich haarscharf entlang der Sch(m)erzgrenze. Er führt einen Mann Mitte 30 vor, mit Kind, aber mit einer spektakulär gescheiterten Ehe. Ein Mann, dessen Leben auf dem besten Weg ist, in die Sackgasse zu münden, der sich aber trotzdem die Welt schönredet. Der namenlose Icherzähler, ein später Scheidungswaise und früher Studienabbrecher, schildert scheinbar wahllos, unzusammenhängend Episoden, die sich in seine Seele einbrannten. Puntigam hat damit seinen eigenen Stil gefunden. Dieser ist zwar nicht immer lustig, aber überaus fantasievoll. Seine Spielfigur trägt pathologische Züge der Boshaftigkeit und sagt ungefiltert, was sie denkt. Das ist zwar nicht immer fein, bildet aber immer Nährboden für Tiefsinniges. Puntigam spielt mit den Symphatien und Antipathien seines Publikums und zwingt es ständig, seine Position zu überprüfen. Erschüternd gemein, aber unheimlich lustig.