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30. September 2011 - Die blumigen Strassen



Nun, ich hatte mich ja ausgiebig über den Verkehr geärgert... Genug und genug davon: positiv. Positiv. Positiv: Lass die Sonne rein!
Um mich abzulenken, habe ich eine Woche lang alle Sachen (grösser als ein Tennisball) ge-zählt, die so auf der Strasse, auf der Autobahn oder auf dem Trottoir liegen und nicht unbe-dingt dorthin gehören. Während mein Blick die Strassen absuchte, haben meine Füsse bzw. mein Velorad andere Füsse und Veloräder näher kennengelernt. Aber zurück zur Übersicht und meinem Resultat:
- 14 Plastiktüten
- 5 Socken (ein Paar und 3 einzelne)
- 1 Unterhose (bäähh)
- 7 Glacestängel
- 1,5 Schirme (einen ganzen und einen kaputten)
- 1 Wolldecke (oder etwas Ähnliches, hat sich aber nicht bewegt)
- Weisse Kopfhörer
- 21 Blechdosen/ Pet-Flaschen
- 1 toter Vogel
- 3 einzelne Schuhe (da gibt es wohl noch andere wie ich, aber wie passiert das auf der Autobahn?)
- 1 luftloser Ball
- 1 völlig intakter Blumenstrauss
- Papierschnipsel, Zigaretten und Kleinmüll nicht mitgezählt (alles unnötig, aber lang-weilig)

Basel ist ein Tatort. Was ist da wohl geschehen?
Familiendrama? Ehekrise? Mord? Kinderstreiterei? Oder vermisst wirklich jemand einen roten Ball, der in der Birs gelandet sein könnte? Das Schöne daran: Man kann seine Fantasie walten lassen und man wird die Wahrheit in den meisten Fällen niemals erfahren.
Columbo hätte da noch eine Frage, Ted Mosby, liebe Kinder, kommt später darauf zurück und Inspektor Wallander vermutet bereits, wer dahintersteckt. Positiv, positiv, positiv ...
Auf zu neuen Ufern, Könige der Nacht!

An-Zoe