24. Juni 2011 - Verträumte Drängler
Heute hat mir jemand gesagt, ich sei verträumt. Ja, das ist so. Deshalb passiert mir auch ab und an (unter anderem), dass ich mein Portemonnaie zu Hause vergesse und mit vollgepacktem Einkaufswagen an der Kasse stehe. Was tut man in dieser Situation?
Die meisten gehen nach Hause zurück, kommen später wieder und bezahlen (so übrigens auch ich). Ich habe aber von Leuten gehört (die Person wird wissen, wen ich meine), die nie wieder zurückkehren.
Was passiert dann mit den Einkaufswagen? Bzw. mit den (nicht) eingekauften Lebensmitteln? Gehen die abgezählten Aprikosen, die angetatschten Brötchen und der Tiefkühlfisch wieder zurück ins Regal oder werfen sie alles weg? Nein, oder?
Wissen Sie was, ich nicht mag? Drängler und Schlangenkleber.
Drängler, weil sie meinen, sie wären die Einzigen und sie hätten es verdient, den ersten Platz im Stau oder in der Reihe zu gewinnen. Ich denke: hinten anstehen, bitte.
Und Schlangenkleber sind übrigens die Leute, die an der Kasse hinter einem kleben. Man macht einen „1-cm-Schritt“ und sie machen einen „2-cm-Schritt“ – und es fehlt noch 1 cm und Sie haben einen neuen Rucksack. Wahrscheinlich ist das irgendein „Rudelverhalten“ oder der Drang nach Nähe. Aber mir ist das unangenehm. Unangenehm ist mir auch, in einen Kaugummi zu treten oder noch schlimmer hineinzulangen. Igitt. Wer macht denn so was? Wer klebt unter eine Lehne einen Kaugummi?
Apropos Herausfinden: Den Speckwurf konnte ich noch immer nicht aufklären. Aber ganz was anderes: Wie würde man dem „Röntgen“ eigentlich sagen, wen Herr Röntgen Schällenbaum, Nagel, Klausmann oder Hugentobler geheissen hätte? Ich gehe zum Schlällenbäumeln, ich brauche ein Nagelbild, Klausmannsstrahlen und du hast den Hugentoblerblick? Schräg. Mehr Schräges in vier Wochen. Freue mich :-)
An-Zoe von Ranz
