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29. Juli 2011 - Viehtreiber und kanarisches Pulver



Ich bin zwei Wochen weggefahren oder weggeflogen, mit dem Viehtreiber „easyjet“ – nein, Spass bei Seite, eigentlich ist „easyjet“ nicht so schlecht, jedoch hat seit der Billig-Airline-Ära das Fliegen irgendwie die Magie verloren: Ich kann mich noch gut an meinen ersten Flug nach Kos erinnern – damals achtzehnhundert ... – da gab es von der Swissair noch ein „Schöggeli“, ein Erfrischungstuch, ein Wässerchen, ein Campari-Soda, ein paar Nüssli, und beim Rausgehen noch einen Schoggitaler, schön und magisch war es damals! Heute bezahlt man für die Magie (für das „Schöggeli“ und die Platznummer). Apropos Platznummer: Ich habe einmal einen Boardingpass bekommen mit einer Platznummer (es war eigentlich mehr die Reihe), die es gar nicht gab. Gott sei Dank war der Flieger nicht ausgebucht. Ich musste dann in der Ecke stehen (so quasi in der Kinderschamecke), bis alle ihre Plätze eingenommen hatten.

Nun, zurück zu meinen Ferien. Ferien sind etwas Schönes, Erholsames und Ermutigendes. Kommt man zurück aus einem fernen, fremden, unbekannten Land ist man voller Elan, voller Mut und Zuversicht, bis man an den Arbeitsplatz zurückkehrt, danach sind alle Vorsätze, kreativen Gedanken und jeder Mut wie verflogen. Es wäre doch schön, das gute Gefühl, die Motivation, die Gelassenheit, die Zufriedenheit und den Tatendrang in den Ferien in eine Flasche oder einen Koffer packen zu können und immer ein bisschen davon essen, einnehmen, trinken, inhalieren oder sniffen, wenn man es gerade nötig hat. Dann hätte man zu Hause einen nordafrikanischen Kuchen, einen Schluck Karibik, ein paar Pillen Engadin, etwas heissen italienischen Dampf und ein wenig kanarisches Pulver.

E Guete!

An-Zoe von Ranz