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Croissants

Tatsächlich!

Raphael Wyniger, 10. März 2012

Croissants
Wer liebt sie, so insgeheim, denn eigentlich nicht? Die Gipfeli oder etwas eleganter gesagt: Croissants. Ich liebe nichts mehr zum Frühstück als diese sündigen Dinger. Und esse sie immer wieder, den Kalorien zum Trotz. Denn: Man gönnt sich ja sonst nichts.
Und auch die Geschichte des Croissants ist nicht minder spannend als seine vielfältigen Namen. Ob Gipfeli, Hörnchen oder eben Croissant. Dieser Begriff ist übrigens aus dem französischen abgeleitet: Croissant (de lune) = Mondsichel.

Über die Herkunft gibt es verschiedene Legenden. So sagt die eine Legende, dass das Croissant nach der Belagerung Wiens durch die Türken im Jahr 1683 erfunden worden sei. Die Türken wollten angeblich einen Tunnel unter der Stadtmauer graben, was die Wiener Bäcker, die schon wach waren, jedoch mitbekamen und Alarm schlugen. Zur Siegesfeier wurde ein Gebäck erfunden, das die Form des türkischen Halbmondes hatte. Eine andere Version lässt dieselbe Geschichte in Budapest im Jahr 1686 stattfinden, als diese Stadt von den Türken belagert wurde.

Die Herkunft des Croissants wird in Österreich aber auch häufig mit dem länglich gebogenen Gebäck Kipferl in Verbindung gebracht, das als Wiener Erfindung dargestellt wird.

In Frankreich wurden einer weiteren Legende zufolge Croissants durch Marie Antoinette populär, der Frau von Ludwig XVI. und Tochter von Erzherzogin Maria Theresia von Österreich. Das österreichische Hörnchen wurde demzufolge in Frankreich nach der Sichelform des zunehmenden Mondes (eben croissant de lune) umbenannt.
Die eigentliche Herkunft ist also ziemlich unbekannt. Und nichts ist wirklich belegt. Erstmals nachweislich erwähnt wurden Croissants in einem Nachschlagewerk im Jahr 1853 als nicht näher beschriebenes Gebäck, 1863 wird in einem Lexikon auch die Mondform erwähnt. Das erste Rezept hierfür erschien erst 1906 in der Nouvelle Encyclopedie culinaire.

Wie immer dem auch sei: Ich liebe dieses Gebäck auf Hefeteigbasis, mit Butter angereichert. Am liebsten jeden Tag zum Frühstück. Und so ganz unbescheiden: am allerliebsten im Teufelhof. Denn wir machen die Croissants noch selbst. Von A-Z. Für jede Kalorie darin sind wir also selbst verantwortlich. Ich rate Ihnen: Vorbeikommen und probieren. In unserem Café zum Beispiel. Am besten jeden Tag. Und dann nachher dafür eine Runde joggen. Oder so ...

Quellen: www.wikipedia.com