de | en | fr

Ein Fazit und Ausblick. Oder. Wir laufen weiter!



Raphael Wyniger, 31. Dezember 2013

Das Jahr 2013 war ein grossartiges Jahr. Vielen Dank liebe Gäste. Zeit also, kurz zurück zu schauen. Denn: Der Teufelhof ist jetzt seit fünf Jahren unter meiner Leitung. Und: Nicht nur der Teufelhof hat sich verändert, nein, auch ich bin ein neuer Mensch geworden. Gut so.

Es ist also einiges passiert im Teufelhof in den letzten fünf Jahren. Fakt ist: Es waren harte Jahre, in den wir viel erreicht haben – gespickt mit zahlreichen Highlights, aber auch viel Schweiss, Sorgen und viel Arbeit. Es galt dabei, den Teufelhof in die Neuzeit zu bringen. Ich glaube, dass ist uns ganz gut gelungen. Wir haben in den letzten fünf Jahren den Teufelhof „neuzeitlicher“ gemacht.

So haben wir im 2009 einen neuen Konferenzraum gebaut, das Restaurant Atelier an Stelle der Weinstube eröffnet, das Restaurant Bel Etage erneuert, die Bar renoviert und viele Strukturen und Prozesse angepasst. Weiter haben wir substantiell in die Hotelzimmer investiert, uns neu klassifiziert, ein Qualitätsprogramm eingeführt, das Theater umgebaut, eine neue Theaterleitung bekommen und sind neue Wege gegangen. Dies alles übrigens ohne Unterstützung von den Banken, alles aus eigener Kraft und entgegen dem Rat vieler. Und dazu haben wir noch hunderttausende Gäste bewirtet und beherbergt.

Nötige Investitionen ...
Und so steht der Teufelhof heute wieder gut da, ich bin zuversichtlich. All die Veränderungen waren nötig, der Erfolg gibt uns Recht, wir „machen“ heute rund 35% mehr Umsatz als noch vor drei Jahren. Das ist viel. Aber viel ist immer auch wieder relativ, denn auch die Kosten sind hoch, die Schulden drücken und die Investitionen nach wie vor nicht abgeschlossen. Aber es ist schon so, wir machen viel. Und: „Viel“ hilft „viel“, sage ich immer. Diesen Grundsatz habe ich aus einem Laufbuch – einem Buch, wo es darum geht, wie man beim Laufen (Joggen) Erfolg haben kann. Ich finde, er stimmt irgendwie.

Und wenn ich also daran denke, wie viel Arbeit hinter diesen Projekten, dem Bewirten der Gäste und dem erwähnten Wachstum steht, dann wird mir ganz schwindlig. Tausende von Tellern, hunderttausende von Stunden, viel Schweiss, Tränen aber auch viel Freude, Spass und Lachen von gegen 70 Mitarbeitenden haben dies möglich gemacht. Sie gehen Tag für Tag zur Arbeit, verbringen Stunden hier und schaffen Werte. Diesen Einsatz kann ich immer wieder nur verdanken. Es ist schon toll, was „meine“ Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter so alles leisten. Chapeau! Auch wenn der daraus resultierende Jahresumsatz in mehrfacher Millionenhöhe manchem Manger nur als Jahres-Bonus ausbezahlt würde ... Das relativiert das „viel“ dann wieder. Aber das ist eine andere Geschichte.

... auch zukünftig!
In jedem Fall ist es so, dass wir weitergehen können und nun die Zukunft planen dürfen. Nach fünf Veränderungsjahren kommen jetzt fünf Konsolidierungs- und Wachstumsjahre. Diese sind wichtig, um nachhaltig und sorgenfrei in die Zukunft gehen zu können. Aber auch: Stillstand ist ein schlechter Ratgeber, deshalb feilen wir weiter an unseren Konzepten, verbessern, investieren und versuchen, weiter besser zu werden. Sie dürfen gespannt sein.

Letzthin hat mich jemand gefragt, was ich mir für die Zukunft des Teufelhofs wünsche. Die Antwort war sehr einfach und kam wie der Blitz: Ich wünsche mir eigentlich nur, dass unsere Gäste weiterhin kommen, an uns glauben, uns herausfordern und uns annehmen, so wie sie das in der Vergangenheit gemacht haben. Das ist mein grösster Wunsch. Also kommt weiterhin, liebe Gäste!

Nach vorne!
Getreu dem Motto „Viel hilft viel“ haben wir uns also weiterhin viel vorgenommen. Gerne erwähne ich an dieser Stelle zwei Projekte für das Jahr 2014, die mir sehr wichtig sind. Es sind dies die Kunstzimmer und das Atelier 3.0. Doch der Reihe nach. Ich will die Kunstzimmer schon seit einiger Zeit neu gestalten lassen, ich habe auch schon darüber berichtet. Doch ich musste dies immer wieder verschieben, eigentlich vor allem aus finanziellen Gründen. Es ist nicht ganz günstig. Mein Bruder Lukas Wyniger hat einmal gesagt: „Jeder Unternehmer hat Visionen, ab und zu muss man die zurückstellen, um sie dann später wieder hervor zu nehmen.“ Wie Recht er doch hat! Und so nehme ich jetzt in diesem Jahr diese Visionen wieder hervor und versuche, mein Kunstkonzept in den Hotelzimmern zu realisieren. Ich freue mich, wieder darüber zu berichten.

Das zweite Projekt, das Atelier 3.0, ist hingegen bereits umsetzt. Unser Restaurant im Erdgeschoss ist wirklich eine Erfolgsgeschichte. Die Gäste lieben das Konzept und die Küche und kommen immer wieder gerne. Auch die Gastroführer haben es entdeckt und auf Tripadvisor ist das Atelier sogar noch vor dem Bel Etage klassiert, auf einem Spitzenplatz. Zurücklehnen und nichts tun wäre jetzt aber der falsche Weg. Und so haben wir auf das neue Jahr kräftig investiert. Wir haben an der Igeho Basel bei unserem Partner Berndorf und seinem Repräsentanten Jürg Stähli (danke für die Beratung und Hilfe) neues Geschirr gekauft, bieten neu mehr Inhalt und haben das Angebot für den Gast erweitert und sogar das Lichtkonzept etwas angepasst. Investitionen in die Zukunft also. Denn wir wollen, dass das Restaurant weiterhin erfolgreich bleibt.

Und auch sonst gehen, ja laufen wir weiter, investieren weiter in die Hotelzimmer, erneuern beispielsweise die Fenster in den Zimmern und werkeln und basteln weiter an einer schönen Teufelhof-Zukunft. Wir freuen uns darauf.