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Ist 1 zu 1 nicht ein Fussballresultat?

Tatsächlich!

Raphael Wyniger, 16. August 2011


Es steht eins zu eins. Das sagt man doch so. Zum Beispiel beim Fussball oder Eishockey. Unentschieden. Gleich gut. Oder bei einer Wette mit einem guten Freund oder einer guten Freundin. Unentschieden. Eins zu eins. Eigentlich doch sympathisch.

Niemand hat verloren, niemand hat gewonnen, man teilt sich den Sieg, alle sind zufrieden. Ein Eins-zu-Eins hat also für mich bis anhin immer eine positive Bedeutung gehabt.

Doch nun steht ER eins zu eins. Diese Währung da. Der Euro. Zum Schweizer Franken. Er steht eins zu eins (oder fast). Da muss einem als Hotelier und Baizer das Blut in den Adern gefrieren. Horrorszenario. Das hätte ich mir nicht einmal im Traum vorstellen können. Doch ER steht nun so (oder fast).

Glaubt man den Experten der Banken, des BAK, des Bundes, des statistischen Amtes und ihren Voraussagen zu einem früheren Zeitpunkt (nämlich dass es nicht für wahrscheinlich galt, dass ER einmal eins zu eins steht!), dann müsste ich sofort zumachen. Tun wir aber nicht! Im Gegenteil. Wir gehen voran. Mit einer Sorgenfalte mehr auf der Stirn zwar.

Aber ich glaube, wir müssen weiter machen! Zwar vorsichtig und auch etwas sparsam. Aber weiter investieren, Innovationen suchen, Konzepte planen und in die Qualität investieren.

Denn wir wissen nach der Finanzkrise im 2009, der Bankenkrise im 2010 und nun der Eurokrise, dass diese Vorwärtsstragie von unseren Gästen geschätzt wird. Und darum werden wir es tun. Und jede Krise ist auch eine Chance. Eine Chance zur Erneuerung.

Für die Welt im Grossen und für uns im Kleinen. Und es wird gut kommen, da bin ich überzeugt. Und wenn nicht, dann weiss ich jetzt wenigstens, dass eins zu eins nicht nur ein Fussballresultat ist.