Im Galeriehotel

Für die Bestückung der drei Stockwerke des Galeriehotels, für die Zimmer sowie für die Räumlichkeiten des Restaurants Atelier konnten wir erneut Dieter Meier gewinnen. Die Ausstellung zeigt einerseits Zeichnungen von Charakterköpfen und andererseits vergrösserte Makrofotografien von Knetfiguren.


Gemäss Meier entstehen seine Zeichnungen immer dann, wenn es ihm langweilig ist. Dann nimmt er Notizpapier und kritzelt los. Ohne Absichten kreiert er seine Figuren, gibt ihnen eine Seele und widmet ihnen einen Monolog per Handschrift oder Schreibmaschine. Auch seine Fotografien entstehen ohne Absicht, betont er. Dafür nimmt er Kinderknetmasse. Manchmal knetet er Stunden, ohne das etwas entsteht, und manchmal entstehen spontan Konrad Adenauer, ein Kamel, ein Heuchler, eine Bäuerin. Die Figuren leuchtet er mit zwei Taschenlampen aus und fotografiert sie mit einer Makrokamera. Dann bekommen sie einen Titel wie etwa: „Der Kastrat Phang Schoi am Anfang seiner Karriere“ oder „Falsche Ente“. Die Bilder von Dieter Meier in den Gängen des Galeriehotels und im Restaurant Atelier sind für alle Gäste zugänglich. Die Bilder in den 24 Zimmern sind den Hotelgästen vorbehalten.


Dieter Meiers «Accidental Birth»

Seit Höhlenbewohner sogenannte Kunst produzierten, verfolgen Künstler die Absicht, etwas Bestimmtes darzustellen und werden so zu Ausführenden einer Idee. Auch alle Formen der Abstraktion bewegen sich in einer klar definierten Ästhetik, die der Künstler immer wieder variiert. Die Zeichnungen und Skulpturen von Dieter Meier entstehen ohne jedwelche Absicht irgendeiner Darstellung. Gesichter und Figuren werden in Sekundenschnelle auf das Papier geworfen oder in Plastilin geformt. Der Prozess gleicht einem Zen-Buddhistischen Vorgehen, in dem der Künstler nicht etwas ausführt, sondern sich dem Moment des Entstehens als Zu-Fall ausliefert, so wie der Zen-Meister in der Kunst des Bogenschiessens niemals sagen würde „ich schiesse“, sondern den Prozess als Auslotung seiner Befindlichkeit erlebt und mit „es schiesst“ bezeichnet. So entstehen die Gesichter und Skulpturen nach dem Prinzip „es zeichnet“ oder „es formt“. Der Künstler wird so der Erkennende von etwas völlig zufällig, absichts- und verantwortungslos Entstandenem. Aus Hunderten von Zeichnungen, die in einem Arbeitsprozess, sekundenschnell entstehen, werden diejenigen ausgewählt, die beseelt sind und den Hervorbringer höchst subjektiv emotional ansprechen. Zu diesen Gesichtern und Skulpturen, die Meier als Charaktere mit spezifischer Identität erscheinen, verfasst er einen Monolog oder Dialog, welcher Ausdruck ihrer Befindlichkeit im Augenblick ist. Mit dem Titel «Accidental Birth» / «Zufällige Geburt» ist ihre Entstehung umfassend beschrieben.

Bitte kontaktieren Sie uns direkt, wenn Sie hier nicht online buchen können. +41 61 261 10 10 oder info@teufelhof.com

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